Samstag, 16. Februar 2008

Eine Outback Odyssee – Teil 2

Mt Isa – Alice Springs

25.10.2007 – 04.11.2007


Noch immer saßen wir in Mt. Isa fest, nachdem der Zylinderkopf im Van seinen Geist aufgegeben hatte.

Nach fast ewigem warten und unzähligen Stunden in der Campkitchen am Campingplatz, war dann endlich der Mittwoch gekommen an dem die Teile angekommen sein sollten. Da Christin und ich aber den ganzen Tag nichts von der Werkstatt gehört hatten, bin ich ab Nachmittag kurz vor Feierabend doch mal los um nach dem Stand der Dinge zu fragen. Leider musste ich hier erfahren, dass zwar der Zylinderkopf bereits eingetroffen war, die zusätzlich benötigten Teile allerdings noch auf sich warten ließen.

Auch der nächste Tag verging, ohne dass wir etwas von der Werkstatt hörten. Dann, wieder am Abend, mittlerweile etwas genervt, bin ich nochmals nachfragen gegangen. Nach einem kurzen Telefonat sagte mir die Sekretärin, das der Lieferant die Teile erhalten hat und sie gleich jemanden los schicken würden sie abzuholen. Daraufhin konnte ich mit dem Chef der Werkstatt einen Termin für den nächsten Morgen um 8 Uhr vereinbaren.

Pünktlich, wie vereinbart, erschien Paul um den Van in die Werkstatt zu schleppen. Wieder verging fast der ganze Tag ohne das sich jemand bei mir meldete. Am Nachmittag als ich wiedermal nachfragte wie es denn aus sähe, erzählte mir Paul etwas von Problemen, versicherte mir aber, dass er um 17:00 Uhr fertig wäre.

Eine Stunde Später war ich dann wieder zurück in der Werkstatt und der Van war tatsächlich fertig.

Nun ging es nur noch ans bezahlen. Doch auch dass stellte sich als nicht ganz so einfach heraus. Doch auch diese Schwierigkeiten konnten gemeistert werden und irgendwann hatte die Werkstatt ihr Geld und ich mein Auto wieder.

Da allerdings dieser Tag auch schon wieder fast zu ende war, mussten wir mit unserer fluchtartigen Abreise aus Mt. Isa noch bis zum nächsten Tag warten.


(Sa 27.10.200)

Outback I

Dann war es endlich so weit, und wir konnten Mt. Isa nach 10 Tagen verlassen.

Also ging es wieder auf den langen fast endlosen Highway nach Camooweal, über die Grenze zum Northern Territory und immer in Richtung Three Way Roadhouse auf dem Stuart Highway, der den Kontinent von Nord nach Süd durchquert.

Als wir kurz nach Camooweal die Staatsgrenze überquert hatten und noch ca. 50km weiter gefahren waren, war unsere Freude über den reparierten Van vorbei. Ohne richtig Kraft konnten wir erst nur noch 80km/h fahren und das Auto wollte nicht mehr beschleunigen und fing zu ruckeln an. Also hieß es wieder links ran fahren und einen Blick auf den Motor werfen. Ein Plastk Verteiler neben der Kühlerkappe war abgebrochen und hing lose in der Gegend rum.

Da ich vorher noch ein Schild von einem Parkplatz und Polizeistation gelesen hatte, sind wir langsam so gut es ging nach Avon Downs weiter gefahren.

Zuerst versuchte ich in der Polizeiwache jemanden zu finden der uns evtl. helfen können hätte, jedoch ohne Erfolg. Da aber noch ein Truck mit Wohnwagen auf dem Parkplatz war, fragte ich hier nach Hilfe. Ein freundlicher älterer Australier, half mir dann mit ein bisschen Draht das kaputte Teil wieder an seinem Platz zu fixieren um somit die 70km zurück nach Camooweal zu kommen.

Mit ca 70km/h und mit viel zittern kamen wir dann wieder in dem kleinen Ort an. Von dem Telefon in Avon Downs hatte ich die Werkstatt in Mt. Isa angerufen und erfahren, dass es in Camooweal jemanden im Roadhouse gibt, der mir helfen kann.

Dieser Bush-Mechaniker versiegelte und fixierte das kaputte Teil dann noch mit einer Zwei-Komponenten-Knetmasse, die nach wenigen Minuten steinhart war und versicherte mir das diese Lösung zwar nicht die schönste sei, dafür aber sicher halten würde.

Nach dem außerplanmäßigen Stopp sind wir dann doch noch fast bis zum Barkley Homestead gefahren. Auf einem Bush-Camping Platz wurden wir dann zuerst mit einem der sagenhaften Outback-Sonnenuntergänge für die Strapazen des Tages belohnt. Wenig später als wir eigentlich den Sternenhimmel bestaunen wollten, durften wir dann einen fast noch beeindruckenderen Mondaufgang erleben. Wer hat des so was schon mal gesehen?

(So 28.10.2007)

nach Alice Springs

Am Morgen als uns die frühe Hitze des Tages geweckt hatte, sind wir weitergefahren, um zuerst noch einen Tankstopp im Barkley Homestread zu machen, bevor wir die lange Fahrt zum Three Way Roadhouse antraten. Bis dort und weiter nach Tennant Creek kamen wir dann ohne Probleme. Als Christin in Tennant Creek volltanken ging, bin ich los zur Toyota-Werkstatt nebenan um zu sehen ob, obwohl es Sonntag war, jemand da war. Ich hatte Glück und traf einen Mechaniker der an seinem eigenen Auto schraubte. Als ich ihm das Problem geschildert hatte, empfahl er mir weiter bis Alice Springs zu fahre und dort in eine Werkstatt zu gehen.

Mitlerweile war es Mittag und wir verließen Tennant Creek wieder um weiter zu den Devils Marbles zu kommen. Kurz bevor wir zu den Steinkugel mitten im Outback kamen, fing das Auto wieder an rum zu zicken. Wir kamen aber noch problemlos zu unserem Ziel und konnten dann bei den Felsen erstmal wandern. Da wir aber ja in der größten Hitze des Tages hier waren, fiel die Wanderung dann doch eher klein aus. Nach einer kleinen Runde und einigen Fotos sind wir dann doch weiter gefahren anstatt noch bis zum Sonnenuntergang bei den Marbles zu bleiben.

Devils Marbles

Richtung Alice Springs, immer weiter auf dem Stuart Highway, wollten wir noch etwas weiter fahren und an irgend einem Roadhouse übernachten. Vorbei an Wycliff Well einem Roadhouse das berühmt für seine Ufos und Aliens ist und so zu sagen das Pendant zur Area 51 in den USA ist. Doch leider fingen irgendwann wieder die Probleme an. Erst konnten wir nicht mehr schneller als 80km/h fahren, dann 70, 60, 50, 40, 30,.... bis wir standen und das Auto aus war.

Vorsichtig und ganz langsam konnten wir uns dann noch bis zu einem Parkplatz kämpfen, wo ich ein Auto anhielt um uns zum nächsten Roadhouse schleppen zu lassen. Glücklicherweise war derjenige Automechaniker und vermutete nach einer kurzen Diagnose dass es sich um ein Problem mit der Benzin Versorgung handeln könnte. Er riet uns die größte Hitze abzuwarten und zu einer etwas kühleren Zeit, sprich Abends und Nachts weiter zu fahren. Um sicher zu gehen dass wir erstmal von dem Parkplatz weg, hin zum nächsten Roadhouse kommen würden, begleitete er uns bis dort hin.

In Barrow Creek, warteten wir dann ab bis es kühler war. Kurzzeitig dachte ich Christin verloren zu haben, als sie auf einmal spurlos verschwunden war. Wie sich wenig später heraus stellte, war sie nur los gegangen um sich die alte Telegraphen Station an zu schauen und von einem Hügel aus ein paar Fotos zu machen.

Irgendwann sind wir wieder los um, wie wir beschlossen hatten noch die ca. 300km bis Alice Springs zu fahren. Zwar bestand die Gefahr ein Känguru auf der Straße zu überfahren oder sonst ein Getier, dennoch lief das Auto ohne Probleme und wir kamen mit ca. 70km/h gut voran. Zwar sahen wir einige Kängurus, welche aber immer brav am Straßenrand sitzen blieben. Die größte Aufregung war dann ein Unfall zwischen zwei Roadtrains und die damit verbundenen Aufräumarbeiten. Auf der restlichen Stecke begleitete uns dann ein anderer Roadtrain, der scheinbar auch Probleme hatte und im selben Tempo wie wir unterwegs war.

Um kurz vor Zwölf waren wir dann endlich in Alice Springs, auf dem ersten Campingplatz konnten wir dann sogar noch einchecken und ich bin wie tot ins Bett gefallen.

(Mo, 29.10.2007)

Alice Springs

Am nächsten Morgen, waren dann auch wieder alle Läden und Werkstätten offen und so konnten wir uns auf die Suche nach einer Werkstatt machen die uns sagen könnte was den nun mit dem Van los war.

Über einige Ecken sind wir dann bei einer Werkstatt gelandet, wo man uns noch am selben Tag helfen wollte. So haben wir das Auto wieder mal zurück gelassen, um los zuziehen und „The Alice“ zu erkunden. Nicht weit entfernt sind wir gleich in die Kunstgalerie und das Museum gegangen. Nebenan gab es auch noch eine Flugzeug Ausstellung und ein kleines Museum über einen Flugzeugabsturz, der vor vielen Jahren für viel Aufsehen im ganzen Kontinent sorgte. Anschließend sind wir in die Innenstadt gelaufen um online zu gehen und durch die „Shopping Mall“ zu bummeln. Irgendwann bekam ich eine Nachricht, dass wir das Auto wieder abholen können. Dort angekommen haben wir dann mit dem Chef gesprochen und erfahren, dass der Benzinfilter kaputt war und zu den Problemen geführt haben könnte. Da er mir aber das Geld für eine Ausführliche Diagnose ersparen wollte, hatte er vorgeschlagen wir sollten doch selbst am nächsten Tag ausprobieren ob wieder alles OK ist.


(Di, 30.10.2007)

So sind wir dann also mit einer gewissen Unsicherheit in Richtung Uluru, besser bekannt als „Ayers Rock“ in den „Red Center“ Australiens aufgebrochen.

Wenn man von Alice Springs hört, denken viele sofort an „The Rock“ dennoch sind es nochmal ca. 400km bis man am Ayers Rock Resort ankommt. Auf dem Weg gibt es nicht viel zu sehen, außer Outback eben.

Am Abend waren wir endlich da und sind gleich noch los um einen Sonnenuntergang am Uluru zu erleben. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, wegen der vielen Wolken strahlte leider kein Abendlicht auf den Felsen. Dennoch waren wir von dem bekanntesten Monoliten sofort voll begeistert und schon in Vorfreude auf die uns bevor stehende Wanderung am nächsten Tag. In der Nacht begann es dann zu stürmen und regnen, trotzdem sind wir am Morgen los um nun hoffentlich einen tollen Sonnenaufgang zu erleben, wo uns schon der Sonnenuntergang verwehrt blieb. Doch leider wurden wir auch hier etwas enttäuscht. Trotzdem sind wir dann an diesem doch recht kühlen Morgen los um den „Base-Walk“, einmal um den Ayers Rock zu bestreiten. Hier wurden wir in keinster Weise enttäuscht und waren voll im Bann des Felsens, mit all seinen Schluchten, Spalten, Buckeln und heiligen Stätten. Manchmal kam sogar die Sonne durch und setzte die Felswand vor uns in Szene. Ein paar Stunden später waren wir dann wieder zurück am Parkplatz und wenig später am Campingplatz, wo wir uns dann erst wieder etwas stärken mussten. Am Abend haben wir nochmal unser Glück mit einem Sonnenuntergang zu versuchen und diesmal war alles perfekt. Die Sonne und das letzte Licht des Tages, das durch die Wolken kam, ließen den Felsen regelrecht glühen und hell rot leuchten.

Uluru

In der Nacht, fing es dann an zu regnen und so sind wir am nächsten Morgen mit ungewissen Aussichten los, um an diesem Tag um, durch und über die Olgas zu Wandern. Den ersten genaueren Blick konnten wir dann vom Dune Lookout genießen und einen Eindruck davon bekommen, was uns erwarten würde. Leider machte uns jetzt das Auto wieder Probleme, was uns natürlich etwas Sorgen bereitete.

Bei leichtem Nieselregel und kühlen Temperaturen sind wir dann los um die große Runde durch die Olgas zu nehmen. Zuerst waren wir uns nicht mal sicher, ob man bei diesen Bedingungen und den somit nassen und rutschigen Felsen überhaupt losgehen könnte. Doch wir ließen uns nicht abhalten und als uns dann von anderen Wanderern bestätigt wurde, dass alle Passagen begehbar waren, war die Sache für uns klar.

Olgas

Schon nach den ersten Metern wurden wir dann bestätigt und durften die beeindruckende Szenerie bestaunen. Durch den ersten Canyon ging es dann ins Valley of the Winds, wo zu beiden Seiten steile Felswände aufragen. Von hier an ging es dann wieder bergab und die Landschaft öffnete sich zu einer Ebene. Durch einen trockenen Flusslauf kamen wir dann wieder auf den Weg der uns zurück führte. Unser nächster Stopp war dann an einer Schlucht die bis zu einer sehr schmalen Spalte brachte, aus der ein Fluss entspringt. Zuletzt waren wir noch an der Sunset Area um das Panorama zu sehen, hier brach dann auch noch die Sonne durch die Wolken und ließ die Felsen für uns leuchten.

Auf dem Weg zurück zum Campingplatz im Resort, brachte ich dann das Auto noch in die Werkstatt, wegen der anhaltenden Probleme. Hier erfuhr ich dann, dass das sog. Opal Unleaded, ein Benzin mit reduzierter Oktanzahl nicht das Richtige für den alten Van war. Nachdem wir dann mit Premium Unleaded (Super Benzin) aufgefüllt hatten, waren auch die Startschwierigkeiten verschwunden.


Am Nachmittag sind wir dann vom Ayers Rock los um dem Kings Canyon einen Besuch abzustatten. Den ganzen Tag konnten wir schon mehr und mehr Wolken aufziehen sehen, die sich zu einem Sturm auf bäumten. Zuerst waren wir von der endzeitmäßigen Sturmfront begeistert und fasziniert. Das änderte sich dann schlagartig, als die Straße einen Bogen machte, der uns mitten hinein brachte. In einem einzigen Augenblick war dann der Regen da und so stark das ich anhalten musste, da man keine 10m mehr sehen konnte. Irgendwann haben wir uns dann langsam weiter vorwärts getastet. Schlagartig waren jetzt alle, sonst trockenen „Floodways“ geflutet und man konnte dem Wasser in der Wüste beim steigen zuschauen.

zum Kings Canyon

Bei den meisten Durchfahrten, konnte man noch den Asphalt durch sehen, als wir dann zu einer kamen, wo das Wasser deutlich höher war, bin ich erst mal ausgestiegen um zu Fuß einen Eindruck von der Tiefe zu bekommen. Genau im Richtigen Moment kam jetzt ein anderer Van, der vor uns durch das Wasser fuhr. Auf der anderen Seite wartete er dann, bis auch wir sicher auf der anderen Seite waren. Einige Floodways später kamen wir dann an der Kings Creek Station vorbei, einer großen Farm mit Tankstelle, Restaurant und Campingplatz. Kurz hinter der Farm sagte ich zu Christin: „Schau mal, da kommt ein Fluss aus der Wüste! Lass uns schnell weiter!“

An den darauf folgenden Durchfahrten waren die Verhältnisse dann schon deutlich drastischer. Hier waren die Straßenränder unter spült und Sand und Steine auf der Fahrbahn. Dann kamen wir zur einer Stelle wo schon ein großer Four-Wheel-Drive bis an die Türen in Wasser stand und uns im Rückwärtsgang wieder entgegenkam. Ein weiterer Versuch zeigte dann dass hier kein Weiterkommen mehr war. Es stellte sich heraus, dass die zwei Passagiere aus Nürnberg waren, was für ein Zufall. Im Konvoi sind wir ihnen dann zurück zur Kings Creek Station gefolgt.

An der vorher bereits durchquerten DFlussdurchfahrt wo uns das Wasser entgegen kam, war der Wasserspiegel jetzt deutlich gestiegen und ich mir nicht mehr sicher ob ich noch hindurch kommen würde. Da es aber keinen zurück gab mussten wir es auf einen Versuch ankommen lassen. Zuerst ging alles klar, 10cm, 20cm, 25cm, was gerade so das Limit war. Dann allerdings kam eine Stufe, die uns auf über 30cm brachte , was dem Van gar nicht gefiel, mit letzter Kraft, rollte er dann auf der anderen Seite aus dem Wasser uns ging aus. Nachdem wir uns von dem Schock erholt hatten und das Wasser wieder abgelaufen war, ließ sich das Auto aber wieder starten. So konnten wir dann bei immer noch anhaltendem Regen auf dem Campingplatz einchecken.

Die ganze Nacht hindurch stürmte und regnet es, was den Campingplatz und die Station in eine große schlammige Pfütze verwandelte. Um der Kälte und Nässe zu entkommen, flüchteten wir am Morgen in das Restaurant, um abzuwarten was das Wetter bringen würde. Für die kommende Nacht waren weitere Stürme und mehr Regen gemeldet! So warteten wir ab, bis die Straße nach Alice Springs am Nachmittag wieder freigegeben war.


In der Nacht hatte ein Reisebuss versucht zum Kings Canyon zu gelangen und blieb prompt in der Flussdurchfahrt stecken, an der wir am Abend umgedreht hatten. Jetzt mussten die Passagiere mit einem Rettungshelikopter, zur Station ausgeflogen werden, wo sie auf einen neuen Reisebus warten mussten.



zurück nach Alice Springs

Als wir uns dann, nach dem Tanken auf der Station auf nach Alice machen wollten und, sprang der Van auf einmal nicht mehr an. Auch der Farmer konnte uns nicht weiter helfen und so blieb uns nichts anderes übrig als anzuschieben, was glücklicherweise half. Das Auto lief und wir konnten los. Erst beim nächsten Tanken standen wir dann wieder vor dem selben Problem. Hier kamen uns aber gleiche ein paar Aussis aus einem Bus zur Hilfe. In Alice angekommen, sind wir gleich zur Werkstatt gefahren wo auch tatsächlich noch jemand am arbeiten war. Leider konnten sie auf die Schnelle den Fehler nicht finden und wir bekamen einen Termin für den nächsten Montag. Da aber sowieso kein entkommen aus der Stadt möglich war, hatten wir keine andere Alternative, als das Wochenende ab zu warten. Durch das immer noch schlechte Wetter war es ziemlich kühl was für die Jahreszeit und die Tatsache, dass wir Mitten in der Wüste waren, sehr ungewöhnlich war.

Alice Springs II

Am Montag brachten wir das Auto in die Werkstatt, nur um nach 5Minuten heraus zu finden das ein Kabel am Startermotor locker war. So konnten wir schon zeitig in Richtung Norden aufbrechen.

Lebenszeichen aus Perth

Hallo an alle die immer wieder hier vorbei schauen!!!

Zuerst einmal sorry dass ich sooo lange nichts von mir hab hören lasse.
Keine Angst mir geht es immer noch gut! Zur Zeit bin ich noch in Perth an der wunderschönen Westküste.
Heute war mein letzter Arbeitstag und ab jetzt habe ich auch wieder Zeit und dadurch auch mehr Motivation die letzten Berichte nach zu holen, um euch nicht im Dunkeln darüber zu lassen, was ich die letzten Monate so gemacht habe. Duch das Arbeiten hat mir Abends und an meinem einzigen freien Tag in der Woche ein bisschen die Lust gefehlt am Rechner zu sitzen. Aber das ändert sich jetzt!

Der erste Bericht ist schon so gut wie fertig und geht hoffentlich bald nach dieser Nachricht auch online!


ICh wünsche euch allen schon mal viel Spaß beim lesen und will mich an dieser Stelle auch mal bei allen Leuten bedanken die immer regelmäßig hier rein schauen, ungeduldig auf Neuigkeiten warten und alles lesen!

Cheers, folks!

Bis bald!

Bastian

Freitag, 9. November 2007

Zwischen Report

Hi!

Bin mitlerweilen gut in Darwin angekommen und hab die verregnete Wueste hinter mir gelassen!

Hier in Darwin ist man Mitten in den Tropen, an die 40 Grad und ueber 70% Luftfeuchtigkeit dazu noch jeden Nachmittag ein kleines Gewitter (Tropischer Sturm)

Christin und ich haben nach Arbeit gesucht und auch schon nen Job auf einer Mango Farm gefunden. Wir werden uns in den naechsten zwei Wochen etwas Geld fuer die Westkueste verdienen.

Sobald ich es schaffe werde ich einen neuen Bericht schreiben und online bringe. Natuerlich mit vielen neuen Bildern, wovon es einige gibt! Von Flut im Outback, Litchfield Nationalpark und noch so viele mehr.

See you soon!
Bastian

Samstag, 3. November 2007

Eine Outback Odyssee – Teil 1

Cairns – Mt. Isa

14.10.2007 – 25.10.2007


nach Kurrimine Beach

Am Sonntag den 14.10.2007 ging es dann in Cairns los. Gemeinsam mit Christin sollte der Trip nach Alice Springs, von dort zum Uluru (Ayers Rock), hoch nach Darwin und dann die Westküste bis Perth gehen. Die Tage zuvor hatten wir alle Vorräte eingekauft und den Van bestmöglich gepackt.

Das Tagesziel war Townsville, unser erster Stop allerdings war noch in Cairns um genügend „“Go-Go Juice“ (Benzin) dabei zu haben. Also einmal voll getankt und auch noch den 20L Ersatzbenzinkanister aufgefüllt. Dann hieß es „hit the road (Jack)“.

Nach so ca. 25km haben wir in Gordonvale die Abzweigung zum Atherton Tableland genommen. Dort gibt es die bekannten Milla Milla Falls und noch viele weitere Wasserfälle, Seen und Flüsse. Oben in den Tafelbergen bieten sich auch immer wieder spektakuläre Ausblicke über die Umgebung. Neben den Milla Milla Falls, an denen eine bekannte Shampoo-Werbung gedreht wurde, haben wir noch an der Curtain Fig, einem 500 Jahre alten, riesigen Baum gehalten. Durch Regenwald und Weideland sind wir weiter nach Mena Creek gefahren und wollten eigentlich den dort angelegten Paronella Park mit seinem spanischen Schloss und künstlichen Garten besichtigen. Als wir angekommen sind und einen Blick auf die Eintrittspreise geworfen und festgestellt haben, dass man von uns $22,5 haben wollte, sind wir kurzentschlossen weiter gefahren und nach Sonnenuntergang in Kurrimine Beach angekommen. Nach dem ersten Tag, noch immer an der Küste haben wir hier unser erstes Nachtlager bezogen.



nach Balfes Creek

In der Nacht begann es zu stürmen und zu regnen. Am nächsten Morgen, als wir aufgebrochen sind um weiter Richtung Townsville zu fahren, war es bewölkt und sehr windig. Noch vor dem Frühstück, war unser erster Stopp wieder mal, um zu tanken. Wir wollten uns von Anfang an verinnerlichen bei jeder Gelegenheit voll zu tanken. Im Outback würde uns das helfen nicht, wegen Benzinmangels, stehen zu bleiben.

In Cardwell haben wir uns nur kurz ein paar Weetbix gegönnt und sind dann schnell weiter. Zwischen Ingham und Townsville gab es noch einen wichtigen Punkt an dem wir gehalten haben. "Frozen Mangoheißt der Stand, an dem die besten Mango Smoothies verkauft werden.

Nun endlich in Townsville angekommen sind wir erstmal zum Castle Hill City Lookout gefahren, auf dem ich schon war, Christin aber noch nicht. Mit dem Auto ist das ja auch kein Stress.

Danach haben wir noch ein paar Einkäufe getätigt und uns dann an die Wasserfront gesetzt, um uns vor der Weiterfahrt noch ein bisschen zu stärken. Lecker „beans on toast“ sollten dann auch alles für den Tag sein, reicht ja auch...

Bevor es nun aber endgültig weg von der Zivilisation und ab ins Outback ging, wollten wir uns noch eine Versicherung beim RACQ besorgen, was aber leider nicht von Erfolg gekrönt war, da wir keine „Queensland Residents“ sind. Heißt also weiter, ohne zusätzliche Abschleppversicherung, wird schon nichts passieren...

Die Richtung hieß Charters Towers, eine alte Goldgräberstadt, die zur Zeit des Goldrauschs 20 000 Einwohner zählte und noch heute den Charme und Ruhm von damals in vielen der Gebäude erahnen lässt. Hier wollten wir eigentlich unser Nachtlager aufschlagen, nach einem kurzen Stop, einer Fotosession und ein Blick Richtung Sonne und Himmel haben wir aber beschlossen noch weiter zu fahren. Das brachte uns nach Balfes Creek, eine „Großstadt“ mitten im Outback, die aus, sage und schreibe: einer Tankstelle, einem Restaurant, einer Bar und einem Campingplatz bestand. Alles in einem versteht sich. Auf jeden Fall war es gut genug zum nächtigen und es sollte ja auch am nächsten Morgen gleich weiter gehen.



nach Cloncurry

Folgendes Szenario spielte sich dann früh am nächsten Tag ab: Nachdem wir beide so ganz langsam am aufwachen waren, meinte Christin auf einmal zu mir: „Hey Bastian, schau mal, ein Strauss!“

Ich dazu: „Ja genau, verarschen kann ich mich alleine.“

Christin: „Ne, jetzt wirklich! Schau halt.“

„Krass, du hast recht. Haben wir uns im Land geirrt? Der gehört doch nach Südafrika, oder nicht!?“

Nach kurzem staunen hab ich mich dann wieder hingelegt, um noch ein bisschen zu dösen. Ein paar Minuten später dann: „Hey Bastian, schau mal, ein Kamel!“ „Jetzt hör aber auf...Hast du was genommen?“

Christin: „Ohne scheiß! Schau.“ - „Oh man, du hast recht, was ist denn hier los?“

Christin hatte dann auch schon meine Kamera in der Hand und versucht Hugo, so haben wir das Kamel kurzerhand getauft, vor die Linse zu bekommen um das perfekte Bild zu schießen. Nach diesem Naturspektakel war es dann Zeit für ein Frühstück und eine Dusche. Frisch gestärkt und gesäubert ging es dann weiter.

Nächster Stop: Hughenden, ein Städtchen ca. 200km weiter, wo wir eigentlich das größte in Australien gefundene Dinosaurierskelett bewundern wollten. Aufgrund des hohen Eintrittspreises haben wir aber nur noch etwas getankt und sind dann weiter nach Richmond. Dort konnten wir dann unseren Augen kaum glauben, als wir doch tatsächlich einen Badesee vorfanden. Damit rechnet man hier nun wirklich nicht, denn das Outback ist schon so, wie man es sich vorstellt: weites Land, ein paar Bäume, aber ansonsten nur Busch, trockene und endlose Ebenen, die ab und zu mal von „Bergen“ durchzogen werden und dann gibt es noch sehr lange, gerade Straßen. Gelegentlich sieht man am Himmel Vögel kreisen, links und rechts der Straße schon auch mal Rinder, Emus, oder einfach platt gefahrene Kängurus, aber keinen See... Bei gefühlten 60°C Außentemperatur, ja gut es waren vielleicht auch nur 40, aber auf jeden Fall heiß genug, um nicht lange über eine Badepause nach zu denken. Nach dieser dringend notwendigen Erfrischung und einem Fahrerwechsel, ging es dann an die restlichen 279km nach Cloncurry. So haben wir es an diesem Tag auf stolze 592km gebracht. Verständlich also, dass wir in „Curry“ erstmal eine Stärkung brauchten. Nachdem wir also eingecheckt und das Auto abgestellt haben, sind wir los, um im Supermarkt noch was zu Abendessen zu kaufen, welches wir mit Genuss verzehrten. Zeit um unser Logbuch anzufangen haben wir uns auch noch genommen, bevor wir dann ins Bett gefallen sind.



nach Mt Isa

Wie gewöhnlich begann der nächste Tag wieder mit einem ausgiebigen Frühstück, wonach es weiter nach Mt Isa gehen sollte. Auf dem Weg dorthin haben wir noch am Burk & Willis Memorial gehalten. Dieses ist den beiden Abenteurern gewidmet, die 1861, beim Versuch den Kontinent von Süden nach Norden zu durchqueren, umgekommen sind und so zu Helden wurden. Weiter ging es nach Mary Kathleen, einer echten Geisterstadt, die etwas abseits vom Highway liegt und die in den 50er Jahren primär von Minenarbeitern und deren Familien bewohnt war. Nachdem aber die ca.34km entfernte Uran-Mine nichts mehr abgeworfen hat, hatten auch die Bewohner von Mary Kathleen keinen Grund mehr zu bleiben und so ist heute von der Stadt nicht mehr viel übrig. Was auch für uns ein Grund war, nicht lange zu bleiben. So ging es nach ein paar Fotos auch weiter nach Mt Isa. Leider hatte das Auto andere Pläne und so begann, was der Titel dieses Berichts verrät, eine wahre Odyssee.

Mitten im Outback machte der Van plötzlich ungewöhnliche Geräusche und weigerte sich zu beschleunigen, erhitzte sich sehr stark und spukte dann schließlich den Kühlerdeckel aus. Ein kurzes: „Du Bastian, ich glaube da is' was vom Auto abgefallen“, bewegte uns dann dazu anzuhalten und zu schauen, was denn los ist. Die erste Vermutung war, dass das Auffüllen mit normalem Leitungswasser am Morgen dem Kühler gar nicht geschmeckt hat und er darum zu kochen begonnen hat. So warteten wir also, bis er sich etwas beruhigt hatte, um ihn dann nochmal mit Wasser aufzufüllen, damit wir wenigstens die restlichen 40km nach Mt Isa schaffen könnten, wo wir dann einen Mechaniker aufsuchen würden. Der Kühler war aber doch recht erbost und so erhitzte er sich gleich wieder und brachte uns nicht weiter, als bis zur nächsten Haltebucht. Dort hielten wir dann ein paar Backpacker an, die uns mit Kühlflüssigkeit aushelfen konnten. Leider war dieser Versuch auch nicht wirklich von Erfolg gekrönt und uns blieb nichts anderes übrig, als sie zu bitten uns doch freundlicherweise nach Mt Isa zu schleppen. Gar nicht lange gefackelt hingen wir dann auch schon an einem ca.1,5m(!) langen Seil, am Heck eines Ford Falcon, der uns die 40km nach Mt Isa zog. Die erste Werkstatt wollte sich das Auto dann auch gleich drei Wochen später anschauen, was uns doch etwas zu spät war und so suchten wir nach einer anderen. Die nächste hätte in einer Woche Zeit gehabt, rief aber einen weiteren Mechaniker an, der sich das Auto gleich anschauen konnte. Dieser konnte uns dann sagen, dass der Kühler zwar völlig in Ordnung wäre, die Zylinderkopfdichtung, oder sogar der Zylinderkopf aber nicht. Um genaueres sagen zu können müsse er erst den Motor auseinander nehmen, was uns (erstmal) eine Nacht auf den ca.100m entfernten Campingplatz einbrachte. Es sollten etliche folgen...

Am nächsten Tag stellte sich dann nämlich heraus, dass es nicht nur, wie gehofft, die Dichtung war, sondern der komplette Zylinderkopf. Dieser hatte sich nach vielen Jahren Misshandlung entschlossen, nun endlich, mitten im Outback, den Geist aufzugeben. In dem Alu-Zylinderkopf war das Kühlsystem so weit errodiert, dass Kühlflüssigkeit in die Zylinder gelangte.

Das Ende unseres Trips schon fast vor Augen, gab es dann aber doch einen Lichtblick. Der Mechaniker hatte einen Zylinderkopf gefunden, der doch preiswerter als erwartet war. Von nun an begann das Warten, denn dieser musste erst von der 2500km entfernten Sunshine Coast ins Outback geschafft werden, was ca. eine Woche dauern sollte. Das positive war, dass wir jetzt genügend Zeit hatten uns das wunderschöne und große Mt Isa anzuschauen. Das hatten wir dann auch an einem halben Tag erledigt und so begann die Langeweile und das Zeittotschlagen auf dem Campingplatz.

Mt Isa

Beim einchecken hatten wir in der Rezeption ein Ehepaar aus Deutschland kennen gelernt. Peter und Sylvia hatten uns dann am zweiten Tag, in ihrem Wohnmobil mitgenommen. So hatten wir die Gelegenheit, zum Lake Moondarra 20km außerhalb zu kommen. Dazu haben sie uns danach auch noch zum Pizzaessen eingeladen, wofür ich mich mit Hilfe bei Peter's PC Problemen revanchierte. Warten war, wie gesagt, von jetzt an angesagt...


to be continued....

Montag, 29. Oktober 2007

Drei neue Post!!!

G'Day!

Viele Grüße aus Alice Springs!

Es gibt neue Post zu lesen!

Endlich hab ich es geschafft die neuen Post online zu bringen.
Es fehlt zwar noch der Bericht von Cairns nach Mt. Isa, aber dazu fehlen mir noch die Bilder.
Ich muss noch ein Internet Cafe mit einer ordentlichen Leitung finden.

Naja, müsst ihr euch halt noch ein wenig gedulden!

In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal!

Hang Loose!
Bastian

Cairns

(21.09.2007 bis 14.10.2007)


Freitag 21.09.07

Cairns

Nach der kurzen Fahrt von Bramston Beach nach Cairns, war ich am Vormittag an der Esplanade. Am Nachmittag hatte ich mit Gill und Tony Birch vereinbart, bei ihnen im Büro vorbei zu schauen, wegen Jobs. Marcel war im JJ's Backpackers untergekommen wo ich dann auch versuchte einzuchecken. Leider waren aber alle Betten besetzt und so hab ich mir überlegt auf einem Campingplatz zu bleiben. Um 15:00 Uhr war ich wie vereinbart bei Gill und Tony in ihrem Buchhaltungsbüro. Nachdem noch ein Freund von den Beiden vorbei kam, war für mich alles geklärt. John Beck bzw. seiner Frau Sue, sollte ich am nächsten Tag beim Hausputz helfen.

Für die Nacht kam ich dann in „Palm Cove“ auf dem Campingplatz unter.

Samstag 22.09.07

So half ich dann erst Sue die Küche von jeglichem Staub der, in der letzten Woche tätigen, Handwerker zu befreien. Anschließend verbrachte ich 4 Stunden damit die „Louvers“ Lamettenfenster im Wohnzimmer zu putzen. Bezahlt wurde ich am Abend „chash in hand“.

Marcel hatte mir mittlerweile ein Bett im JJ's reserviert und so konnte ich nach der Arbeit erst mal dort hin und duschen.

BBall in Cairns

Obwohl ich etwas krank und platt war, bin ich am Abend noch los um mir das Basketballspiel der Cairns Taipans gegen die Townsville Crocodiles an zu sehen. Es war das erste Saisonspiel für beide Teams und Cairns war klarer Favorit. Die erste Halbzeit jedoch wurde deutlich von Townsville dominiert und war geprägt von vielen Fehlern sowohl in der Offensive als auch der Defensive der Taipans. In der zweiten Hälfte konnte Cairns dann allerdings seiner Favoritenrolle gerecht werden, den Rückstand aufholen und am Ende doch deutlich gewinnen.

Zum Spiel und Basketball in Australien ist zu sagen, dass alles sehr amerikanisch ist, so werden viermal 12 Minuten gespielt, wodurch jedem Spieler 6 Fouls zustehen. Des weiteren wird die ganze Zeit über Musik gespielt und auch die Spielkultur lässt zu wünschen übrig. Trotzdem war es mal wieder echt cool ein Spiel zu sehen, noch dazu ein so Energie geladenes, spannendes.


Sonntag 23.09.07

Am nächsten Morgen ging es mit glücklicherweise deutlich besser und meine Erkältung war fast verschwunden. Nach einem ruhigen Vormittag bin ich los um in der Innenstadt in ein Internetcafé zu gehen und einiges am Laptop zu erledigen.

Im Hostel habe ich Christin kennen gelernt, die nach Alice Springs und weiter nach Darwin wollte und nach einer Mitfahrgelegenheit suchte. Schnell kam der Gedanke von meinem Vorhaben, direkt nach Darwin zu fahren ab zu lassen und mit ihr zum Uluru (Ayers Rock) und dem roten Zentrum Australiens zu fahren. Eigentlich wollte ich ja schon von Anfang an zum „Rock“ und in die Wüste und jetzt noch dazu mit einer netten und hübschen Begleitung.

Am Nachmittag bin ich los um am Freiplatz um die Ecke zu schauen ob ein Spiel zusammen kommt. Schnell waren ein paar Leute gefunden und so konnten wir schön 5-5 zocken, bis es zu dunkel war um noch weiter zu spielen.


Montag 24.09.07 bis Freitag 28.09.07

Den ersten Arbeitstag dieser Woche verbrachte ich bei Gill und Tony im Büro. Dort räumte ich ein Büro und das Archiv in neue Räume um und half Tracy der Sekretärin bei der Ablage von Akten. Die nächsten beiden Tage war ich im Garten von Gill und Tony, am Dienstag alleine und am Mittwoch kam noch der richtige Gärtner, Kevin und die Haushälterin Anny. Mit den beiden verstand ich mich von Anfang an super und mit Kev, habe ich mich dann den großen Aufgaben gewidmet.

Tony & Gill's

Donnerstag und Freitag bin ich dann nochmal im Büro gewesen und hab mich um diverse PC-Probleme gekümmert.

Am Freitag Abend bin ich mit Christin, die auch Basketball-Verrückt ist, los, um zum Midnight-Basketball im „Fishtank“(Cairns Basketball Center) zu gehen. Bei dem Programm, das dazu da ist sozial schwache Kinder von der Straße weg zu holen, waren auch ein paar ältere und so konnten wir doch das ein oder andere gute Spiel machen.

Als wir spät Nachts zurück im Hostel waren, bin ich bloß noch ins Bett gefallen.


Samstag 29.09.07 und Sonntag 30.09.07

Leider war nichts mit ausschlafen, da ich mit Gill ausgemacht hatte um 9:00 Uhr bei ihr zu sein um eine Liste an Dingen zu schreiben, die ich in der nächsten Woche abarbeiten soll. Sie selbst wäre die ganze Woche über auf Hinchinbrook Island, um dort als Komparse an einem Film mit zu wirken.

Nachdem wir mit der Liste fertig waren, hab ich noch die beiden Autos von Gill und Tony gewaschen und geputzt. Ich habe auch noch erfahren, dass am nächsten Tag Ros, auf ihrem Weg zu den Torrestrait Islands in Cairns vorbei kommt. So wurde ich am Sonntag noch zum Mittagessen eingeladen.

Den restlichen Samstag, sowie den Sonntag Vormittag habe ich mit chillen verbracht. Pünktlich war ich dann bei Birch's um gemeinsam mit Ros, Gill und Tony zusammen zu essen. Am Nachmittag war dann wieder Nichtstun angesagt.


Montag 01.10.07 bis Freitag 05.10.07

Die Woche über war ich bis auf Dienstags wieder jeden Tag im Garten bei Gill und Tony. Am Dienstag hatte es schon Nachts angefangen zu regnen, mit Tony hatte ich kurzerhand vereinbart nicht im Garten sondern im Büro zu arbeiten. Da er aber nur ein paar Aufgaben für mich hatte, war der Nachmittag somit frei. Auch nicht schlecht!

Es regnete immer wieder mal und kühlte ab, was bedeutete, dass anstatt von 36°C am Vortag, das Thermometer auf um die 20°C fiel. Grund genug für die meisten von uns ein Sweat-Shirt anzuziehen. Nur Anna die an diesem Tag aus Deutschland angekommen ist, schaute uns komisch an und konnte es kaum glauben.

Den Rest der Woche war ich wieder fleißig im Garten. Am Mittwoch wieder mit Kev und die anderen beiden Tage, alleine. Jeden Tag kam ich auf meine 10 Stunden, was doch sehr anstrengend war und mich ein paar meiner überflüssigen Kilos kostete.

Fast jeden Abend war ich mit Christin unterwegs um im Woolshed und der Rinobar umsonst ein Abendessen zu bekommen, zusammen konnte ich davon sogar einigermaßen satt werden. Unfairer Weise konnte Christin jedes Mal im Woolshed umsonst ein Upgrade auf eine volle Mahlzeit bekommen, wegen ihres Jobs als Busfahrer im JJ's. Meistens hat es dann bei ihr Steak gegeben.

Freitag Abend waren Christin und ich nochmal beim Midnight Basketball, was für mich aber fast zu viel war, nach 10 Stunden Arbeit tagsüber. Leider bin ich nicht ganz ohne eine kleine Verletzung weggekommen, bei einem Dunking habe ich mir den Ringfinger der rechten Hand ausgekugelt. Er ist zwar gleich wieder rein gerutscht, sollte mir aber in den kommenden Wochen immer mal wieder zu schaffen machen. Im einzigen richtigen Spiel an diesem Abend, mussten wir uns ein paar echt guten Jungs geschlagen geben. Einer von ihnen machte es sich zum Spaß, immer wieder über mich drüber zu dunken.


Samstag 06.10.07 und Sonntag 07.10.07

So ziemlich am Ende meiner Kräfte musste ich am Samstag Morgen doch früh aufstehen, weil ich Kev versprochen hatte, beim Umzug seiner Nachbarin zu helfen. Für nicht mal 2 Stunden, bekam ich $50 und konnte mich am Nachmittag ausgiebig erholen.

Crystal Cascades

Nachdem ich am Sonntag endlich ausgiebig schlafen konnte, bin ich, nach einem großen Frühstück, mit Christin zu den Crystal Cascades gefahren. Bei den Wasserfällen in den Bergen um Cairns, kann man herrlich baden und sich im Fluss treiben lassen. Auf dem Rückweg zum Auto ist uns sogar noch ein Goana, eine große Echse, über den Weg gelaufen.

Anschließend sind wir weiter zum Copperlode Damm hoch über der Stadt gefahren. Der dortige See dient als Wasserreservoir für Cairns und Umgebung. Auf dem Weg zum und vom Damm, gibt es immer wieder gute Möglichkeiten einen guten Überblick über die Stadt zu haben.


Montag 08.10.07 bis Freitag 12.10.07

Meine letzte Abrbeitswoche in Cairns war nochmal richtig anstrengend, obwohl ich mich die ersten drei Tage auf je 8 Stunden beschränkte, war ich Abends immer noch sehr platt. Evtl. auch ein bisschen verständlich wenn man bedenkt das ich bei ca. 36°C und über 50% Luftfeuchtigkeit, körperlich am schaffen war.

Am Mittwoch habe ich natürlich wieder mit Kev im Garten gearbeitet und am Donnerstag und Freitag habe ich ihm noch bei ein paar anderen Jobs geholfen. So habe ich am Donnerstag Morgen erst einen und nachmittags drei weitere Kubikmeter Mulch und drei Kubikmeter Holzschnipsel zusammen mit Kev bewegt. Am Freitag dann noch ca. 1,5 Tonnen groben Kies, dafür aber nur bis Mittag.

Nach der Arbeit bin ich mit Christin los um für unseren Trip nach Alice Springs, ins rote Herz Australiens, und weiter nach Darwin und Perth einige Sachen einzukaufen.


Samstag 13.10.07 und Sonntag 14.10.07

Um Kev noch einen letzten Gefallen zu tun, habe ich am Samstag nochmal mit ihm bei Sue und John Beck gearbeitet um in deren Garten noch aufzuräumen. Schließlich hatte Kev mir viel geholfen und mir dazu noch einige Sachen besorgt die ich brauchte, so z.B. einen 20L Ersatzbenzinkanister, den man im Outback gut gebrauchen kann.

Mit Christin habe ich dann am Nachmittag den Van erst aus und dann wieder eingeräumt. Für den Trip, wollten wir alles gut und praktisch verstaut haben.

Am Sonntag Morgen haben wir noch die letzten Sachen gepackt und uns dann um 15:00 von allen Leuten im JJ's verabschiedet.

JJ's

Far North Queensland


– oder –

von Noosa nach Cairns mit Zwischenstop in Bramston Beach

(27.08.07 – 21.09.07)


27.08.07 – Noosa Heads

Am Mittag bin ich in Brisbane aufgebrochen und über den Highway nach Noosa Heads (ca. 140km), am nördlichen Ende der Sunshine Coast gefahren. Am Abend, nach Sonnenuntergang, war ich im Hostel „Koala“, bei Marcel angekommen. Da wir an diesem Abend nicht weiter fahren wollten, wegen der Kängurus, blieben wir noch eine Nacht in einem Anderen Hostel.


28.08.07 – bis Bundaberg

Rainbow Beach

Nach dem Frühstück sind wir in Noosa weggefahren und weiter die Küste hoch Richtung Bundaberg (300km). Unser erster Stop, war dann in Rainbow Beach, einem der Zugänge zu Fraser Island. Der Sturm der hier die Woche zuvor gewütet hatte, hatte auch hier am Strand deutliche Zeichen hinterlassen. Von weg gespülten Strandabschnitten bis zu entwurzelten Bäumen. In einem Angelladen im Ort hat sich Marcel noch eine große Angel zum Strandfischen gekauft und diese im Van verstaut.

Da ich und auch Marcel schon von einigen Leuten gehört hatten, dass Fraser Island auch sehr von dem Sturm mitgenommen wurde und sogar für ein paar Tage gesperrt war, haben wir uns gegen einen Trip dorthin entschieden.

Stattdessen sind wir weiter gefahren, um noch am selben Tag nach Bundaberg zu kommen.

Bundy, wie die Einheimischen sagen, ist eine Arbeiterstadt und dient vielen Minenarbeitern als vorübergehendes Zuhause. Natürlich ist die Stadt in ganz Australien für seinen Rum bekannt, der überall gerne getrunken wird.

In Bundaberg angekommen, mussten wir allerdings feststellen, das es kein freies Bett in Hostels mehr für uns gab. So blieb uns nicht anderes übrig, als für Marcel noch einen Schlafsack und eine Isomatte zu besorgen und auf einen Campingplatz zu gehen um im Van zu schlafen.


29.08.07 – bis Town of 1770

Außer der Rum-Destillerie und einigen „alten“ Häusern, gab es nichts interessantes zu sehen und so sind wir früh weiter gefahren mit dem Ziel, Town of 1770 (199km). An dieser Stelle, besser gesagt dieser Bucht, hat im Jahr 1770 Captain Cook zum ersten Mal Fuß auf australischen Boden gesetzt.

on the road

Unterwegs, hielten wir nur kurz in Rosedale, einem kleinen verträumten Dorf, direkt am Highway, um zu tanken und uns kurz die Beine zu vertreten.

Mit einem herrlichen Sonnenuntergang sind wir am Abend in Town of 1770 angekommen.


30.08.07 bis 01.09.07 – Town of 1770

Town of 1770

In 1770, war es echt paradiesisch, mit herrlichem Sandstrand, Dschungel bis zum Strand und einer wunderschönen Bucht. Kurzerhand beschlossen wir ein paar Tage hier zu bleiben, um Alles zu genießen und unser Glück beim Angeln zu versuchen. Neben einem kleinen Flathead, einer Seezunge haben wir dann doch ein paar große Fische an die Leine bekommen und so drei ca. 1m lange Shuffle Head Sharks aus dem Meer gezogen.

Wir haben noch zwei weitere Deutsche, Lina und Jan-Peter, getroffen mit denen wir Abends zusammengesessen und ein paar der faszinierenden Sonnenuntergänge genossen haben. Hier an dieser Bucht ist die einzige Stelle an der East Coast, wo man dieses Spektakel über dem Meer und nicht über der Küste, bestaunen kann.


01.09.07 bis 03.09.07 – Rockhampton

nach Rockhampton

Von Town of 1770 ging es dann nach ein paar Tagen weiter nach Rockhampton (220km).

Um nicht den ganzen Tag nur zu fahren und um mal etwas zu sehen, haben wir einen Abstecher vom Highway nach Port Alma gemacht. Hier erhofften wir uns ein schönes kleines Hafenstädtchen zu finden und evtl. Mittag zu machen.

Doch schon auf dem Weg dorthin, kamen wir nur an Salzfeldern und Salzwerken vorbei. Port Alma selbst, war dann eine ziemliche Enttäuschung! Wie der Name ja eigentlich schon sagt, handelt es sich um einen reinen Hafen für die umliegenden Salzfabriken.

Also wieder ins Auto und weiter nach Rockhamton, der Rinderhauptstadt Australiens. Zum Abendessen gab es dann, natürlich, wie nicht anders zu erwarten war, ein riesiges Steak.

Und da es sich um einen Samstag handelte, wollten wir uns anschließend noch ins Nachtleben von Rockhampton stürzen. Da in Rockhamton aber so ziemlich gar nichts los ist, fanden wir genau eine Bar, mit ein paar mehr Leuten und Live-Musik. Danach sind wir noch weiter mit vielen der Leute aus der Bar, in einen der wenigen Clubs, um wenigstens noch ein bisschen Party zu machen.

Am Samstag war dann Erholung und Entspannung angesagt. Lesen, schreiben und ansonsten nicht viel! Da es leider am Samstag Abend zu regnen begonnen hatte und dies an der ganzen Küste der Fall war, wollten wir auch noch den Sonntag hier verbringen. Wie aber schon am Samstagabend, war die Stadt am Sonntag wie ausgestorben. Anders als in den meisten anderen Städten hier, hatte kein Supermarkt und kein Laden geöffnet.


03.09.07 – um Rockhampton

Emu Park

Am Montag, als der Regen vorbei war, sind wir los um die Gegend um Rockhampton zu erkunden, Zu hause in Deutschland hatte ich von einer Krokodil-Farm gehört, die hier in der Nähe sein soll. Raus aus Rocky, kamen wir als erstes nach Emu Park, einem kleinen Ort mit einigen Läden und einem Supermarkt. Weiter auf der Ringstaße um Rocky sind wir weiter bis zur Kurrana Croc Farm gefahren um dort an einer Führung teil zu nehmen. Der Enkel des Gründers der Farm hat uns an diesem Tag, aus dem Mangel anderen Besuchern, eine kleine Privatführung gegeben. So haben wir ein paar doch recht stattliche Exemplare gesehen und auch einiges über Crocs gelernt. So z.B. dass Krokodile 6 Monate ohne Nahrung überleben können und auch kein Aas fresssen. Warum sollten sie auch, wenn sie 6 Monate auf frische Beute warten können?! Wird man von einem Croc angegriffen, ist es am besten so schnell wie möglich weg zu laufen und das gerade aus und nicht im Zickzack. Auch auf einen Baum klettern macht keinen Sinn, zwar kommen sie nicht auf den Baum, werden dafür aber bis zu 6 Monate unter diesem ausharren und warten.

Auf der Farm konnte man natürlich auch Krokodilfleisch kaufen, so haben wir uns ein paar Spieße zum Abendessen mitgenommen.

Nach der Farm sind wir weiter bis an einen See gefahren wo wir dann bis zum nächsten Tag geblieben sind und noch etwas geangelt haben.


04.09.07 – bis Clairview

Clairview Beach

Am nächsten Tag ging es weiter die Küste hoch, ein netter Australier in Town of 1770 hatte mir einige Plätze an der Küste empfohlen, wo es gute Campingplätze an schönen Orten gibt. So haben wir geplant die Nacht in Clairview (205km) zu verbringen. Den ganzen Tag als wir „on the road“ waren, hatte der Himmel immer wieder Wolken und blaue Flecken zu bieten, als wir dann in Clairview waren und gerade an den Strand gegangen sind hat es zu Regnen angefangen. In der überdachten Campküche konnten wir trotzdem noch kochen und den Tag ausklingen lassen. Wie es der Zufall so will sind dann noch Leute angekommen, als ich genauer hin sah, stellte ich fest das sie mir irgendwie bekannt vor kamen. Dann fiel mir auch wieder ein woher, als ich meine Backpackerei begonnen hatte und in Bellingen in einem Hostel war, hatten eben diese Beiden das Hostel geleitet. So haben wir am Abend zusammengesessen und uns über die unterschiedlichen Reiserouten unterhalten.


05.09.07 bis 07.09.07 - Mackay

Mackay

Bei Regen sind wir in Clairview weggefahren und bei Sonnenschein in Mackay angekommen (129km). Als wir mit einem kurzen Spaziergang durch die Stadt fertig waren und eigentlich zum Angeln gehen wollten, hat es auch hier zu Regnen angefangen. Also sind wir im Hostel geblieben, am Nachmittag kam der Besitzer und fragte ob irgendjemand Interesse hätte am nächsten Tag einen Umzugs-Job zu machen, einen halben Tag, für $17,50 die Stunde, cash. Kurzentschlossen sagte ich zu und hatte den Job.

Am nächsten Morgen um 7:00 holte mich der Fahrer ab und wir sind zu dem Haus gefahren, wo wir bis Mittag alle Sachen in seinem Umzugslaster verstaut hatten. Er war zufrieden und ich $95 reicher.


07.09.07 – bis Airlie Beach

Nachdem ich am nächsten Morgen ausgeschlafen hatte und mit einem kleinen Muskelkater aufgewacht bin, sind wir in Mackay aufgebrochen und weiter nach Airlie Beach (154km) gefahren. Airlie gilt als der Ballermann Australiens und ist Ausgangspunkt für alle Touren in die Whitsunday Inseln. Der Ort an sich ist wenig spektakulär und rein auf Tourismus ausgelegt. Eigentlich wollte ich von hier aus auch auf ein Segelboot um die Inseln zu erkunden, wegen der hohen Preise, bin ich aber von dieser Idee schnell wieder weg gekommen. Beim nächsten Mal!

Airlie Beach nach Townsville


07.09.07 bis 09.09.07 – bis Townsville

nach Townsville

Schnell weg aus Airlie Beach und weiter nach Townsville (304km), hieß es am nächsten Morgen. In Ayr, ca. 87km vor Townsville, haben wir gehalten und wollten eigentlich einen Kaffee trinken. Zuerst waren wir aber mal von dem tollen Strand beeindruckt, der hier einfach so flach und ausgestreckt da lag. Im Hafen dann, wo ein paar Kinder am angeln waren, habe ich dann von eben diesen eine Lehrstunde in Sachen Netzfischen erhalten. Gar nicht so einfach, das Ding richtig zu werfen!

Zwischen Ayr und Townsville haben wir dann noch an einem Berg mit Lookout gehalten um, von dort oben, die Gegend genauer zu betrachten.

Townsville

In Townsville haben wir uns dann im Globetrotter Backpacker einquartiert. Hier haben wir auch Kathrin und Lisa getroffen. Die beiden wollten auch nach Magnetic Island. So haben wir uns zusammen getan und am Sonntag einen Trip für drei Nächte auf „Maggi“ gebucht. Für $99 bekamen wir drei Übernachtungen, die Fährtickets, Bustickets, ein Frühstück, einen Tag Schnorchelausrüstung, eine Stunde Kanufahren und zwei Stunden Internet. Am Montagmorgen haben wir dann meinen Van am Langzeit-Parkplatz abgestellt und haben die Fähre zur Insel genommen.


10.09.07 bis 14.09.07 – Magnetic Island

Magnetic Island

Auf Magnetic wurden wir im Base untergebracht, einem Ressort ähnlichem Backpacker in Nelly Bay. Nach unserer Ankunft und dem Einchecken, haben wir den restlichen Tag am Strand in der Sonne verbracht. Auch hier konnte man schon einiges von der Schönheit der Insel erkennen. Glasklares türkis blaues Wasser, traumhafte Buchten mit riesigen runden Felsen und das alles in Mitten tropischer Vegetation. Kurz: einfach herrlich!

Für den nächsten Tag haben wir uns dann eines der kleinen Cabrios gemietet, die man überall auf der Insel herum fahren sieht. Mit dem Kleinen sind wir dann los nach Horseshoe Bay und von dort aus weiter zu einem Parkplatz oberhalb von Florence Bay. Leider war es mit Mietautos nicht erlaubt bis dort zu fahren. So blieb uns nichts anderes übrig als zu laufen. Florence Bay gilt als eine der besten Buchten der Insel um Schnorcheln zu gehen. Hier geht ein Teil des Korallenriffs direkt bis an den Strand.

Nachdem wir genug am Strand gelegen und geschnorchelt hatten sind wir wieder zurück zum Auto, um auch noch die andere Seite der Insel zu erkunden. In Picknick Bay haben wir uns dann bei Sonnenuntergang noch einen Cappuccino gegönnt, bevor wir wieder zurück zum Base gefahren sind.

Nachts bin ich dann mit den beiden Mädels nochmal los. Eigentlich wollten wir in Horseshoe Bay noch was trinken gehen, da aber alles bereits geschlossen hatte haben wir nur noch den Sternenhimmel bewundert.

Schon sehr früh, sind wir am nächsten Morgen aufgestanden um noch die Wanderung zu den alten Verteidigungsanlagen aus WWII zu machen. Hier, so wurde uns gesagt, sollte auch die beste Möglichkeit sein Koalas zu Gesicht zu bekommen. Als wir schon fast durch all die Bunker und Kanonenstellungen gelaufen sind und wegen der Koalas schon etwas enttäuscht waren, ist auf einmal einer von einem Baum runter geklettert und vor uns auf dem Weg herum gelaufen. Dieses Schauspiel ist äußerst selten wenn man bedenkt, dass die Tiere 16 Stunden am Tag mit schlafen verbringen, dann den Rest der Zeit mit fressen und sich demnach nur selten bewegen. Außerdem soll nur jeder zehnte Australier überhaupt mal einen Koala in der Natur gesehen haben. Kann ich gar nicht verstehen da es bei meinem Vierten schon fast langweilig wird. Na gut, nicht wirklich!

Die restliche Zeit auf „Maggi“ haben wir dann am Strand, im Wasser, beim Kanu fahren oder einfach nur so genießen können.

Am Freitag haben Marcel und ich uns dann von den Mädels verabschiedet, die noch ein paar Tage länger auf Magnetic bleiben wollten. Ich hingegen wollte, wie mit Ros vereinbart, nach Bramston Beach um einige Tage mit ihr, ihrem Bruder Roland und ihrem Vater, am Strand zu verbringen. Zuvor lieferte ich Marcel allerdings noch in Misson Beach (230km) ab, da für ihn kein Platz im Strandhaus war.


14.09.07 bis 21.09.07 – Bramston Beach

Bramston Beach

In Innisfail haben mich dann Ros und Familie aufgesammelt und mir den Weg nach Bramston Beach gezeigt. Der Ort ist touristisch fast nicht erschlossen und, so sagt man, etwa so wie Misson Beach vor 15 Jahren, bevor der Tourismus Boom einsetzte. In Bramston gibt es zwei Straßen mit Häusern links und rechts, sowie einem einzigen Laden der dafür alles verkauft. Von Benzin, Lebensmitteln, Gas, Angelzubehör bis Eis und Kaffee gibt es hier fast alles.

Fast direkt am Strand und mit Meer blick hat die Familie Gault hier seit den 80ern ein kleines Haus.

In den nächsten Tagen war ich dann mit Roland jeden Morgen am Strand laufen, mit Ros und den Hunden spazieren, schwimmen oder auf der Veranda beim entspannen. Manchmal war ich Abends am Strand bis zur Flussmündung joggen um mal wieder was für meinen Körper zu tun. Dazu hat mich Roland immer wieder mit zum Angeln an die verschiedensten Plätze mit genommen. In einem Billabong nahe des Strandes habe ich dann zu Beginn auch gleich einen Barramundi und einen Lachs gefangen. Außerdem haben wir es im nahen Fluss oder am direkt Strand versucht.

Einen Abend haben wir uns in Cairns mit Freunden von Ros, Gill und Tony Birch, zum Essen getroffen. Im „Mother India's“ gab es leckere Curries und andere indische Leckereien.

Ein andermal waren wir zum Grillen in Misson Beach bei einer anderen Freundin von Ros eingeladen, wo wir den Barramundi und den Lachs auf den BBQ geschmissen haben.

Irgendwann war leider auch diese Zeit am Strand vorbei und ich hab mich mit ein paar kleinen Aufmerksamkeiten bei den Dreien bedankt.

Mein nächstes Ziel war jetzt Cairns (64km), wo mir Gill und Tony angeboten hatten sich um einen Job für mich zu kümmern.